Die Entstehung der Herberge Brienzwiler



Die Initianten: Regula Roth    Christian Roth

                        Regula und Christian Roth  

Mai 2010
Bei der Suche nach einem für eine Pilgerherberge geeigneten Objekt stiess ich auf eine Haushälfte in Brienzwiler. Erste Besichtigung. Der Preis schien akzeptabel, die Lage geradezu ideal. Mit 7 Zimmern, Dusche/WC, Bad/WC und WC auch gross genug.
Erste Idee: Verein gründen, der Hypotheken aufnimmt und das Haus kauft.

Juni 2010
Ein Finanzplan wird erstellt, viele Gespräche geführt und andere Pilgerherbergen besucht.
In Gesprächen mit mehreren Banken stellte ich fest, dass Vereine keine Hypotheken erhalten.
Auf der Suche nach einem Käufer, der einem noch zu gründenden Verein das Haus vermieten würde, wurde ich fündig.
So würde der Verein erst mit der Zeit Eigentümer, wenn er genügend Geld aufgetrieben bzw. eingenommen hätte.

Juli 2010
Die Käufer werden mit dem Verkäufer handelseinig. Der Verein wird den Hausteil mieten - zu rund Fr. 4000 p.a. Dazu kommen noch die Nebenkosten. Das scheint finanziell tragbar, auch im Vergleich zu bestehenden Pilgerherbergen.
Die Eröffnung wird im Frühjahr 2011 möglich sein. Vorgängig muss ein Renovations- und evtl. Umbauprojekt erstellt werden, dann folgt das Baubewilligungsverfahren. Zusätzlich ist, weil wir für die Gäste kochen wollen, eine Betriebsbewilligung gemäss Gastgewerbegesetz nötig.

2. August 2010
Das Umnutzungsgesuch und das Gesuch um eine Betriebsbewilligung sind abgeschickt. Sofort nach deren Bewilligung kann der Kaufvertrag unterzeichnet werden. Erst dann erhalten wir den Schlüssel, damit mit der Räumung und den Umbauarbeiten begonnen werden kann.

24. August 2010
Es will mit den Behörden nicht recht vorwärts gehen. Das Gesuch um die Betriebsbewilligung Gastgewerbe muss mit einer Hygiene-Selbstkontrolldokumentation ergänzt werden. Eine Vorlage dazu wäre gut, aber es gibt nur Anleitungen, die mir zu wenig konkret sind. Glücklicherweise bot mir ein Freund seine Hilfe an.
Dazu kommt, dass die SAC-Hütte, in der ich regelmässig wirten helfe, sowas nicht hat. Aber wollen wir denn nicht sowas wie eine SAC-Hüte sein? Wo ist da der gastgewerbliche Unterschied?
Für die Feuerpolizei braucht es einen Hausplan. Der existiert nicht, also wird das unser Hausarchitekt in Angriff nehmen.
Die Umnutzungsbewilligung im Rahmen einer Baubewilligung muss publiziert werden, das wird bei eventuellen Einsprachen seine Zeit dauern.
Im Moment scheint mir das ganze Vorhaben fast unmöglich. Zum Glück aber erfahre ich Aufmunterung durch Freunde, aber auch durch Spender für unsere Sache. So haben wir einen Tumbler zugesichert bekommen - toll, nicht?

30. August 2010
Ich arbeite an der Selbstkontroll-Dokumentation für den Lebensmittelchemiker. Morgen wollen Vertreter der Gebäudeversicherung (Feuerpolizei) und der des Regierungsstatthalteramts sich das Haus anschauen. Sie werdend etwa das vorfinden:
1 2
4 3

Ja, das Haus muss vor dem Umbau noch geräumt werden. Das wird unsere Aufgabe sein.

1. September 2010
So, nun ist es klar. Wir müssen zurückstecken. Die Auflagen wegen der Feuersicherheit wären so gross, dass der entsprechende Umbau finanziell überhaupt nicht mehr drin liegt. Die Lösung sieht so aus:
- nur 10 Betten
- kein Kochen am Abend für die Pilger, nur Morgenessen auf Wunsch
- Küche steht abends für Selbstkocher zur Verfügung.
Wir richten also eine Art B&B ein. Das braucht keine Gastgewerbebewilligung und keinen Umbau wegen dem Feuerschutz.
Ein Bisschen schade dünkt es mich schon, dass das Bekochen am Abend wegfällt.

2. September 2010
Heute erhalte ich eine gute Nachricht vom Regierungsstatthalteramt:
"Das Vermieten bestehender Zimmer sowie das Bewirten der dort untergebrachten Gäste erfordert keine gastgewerbliche Bewilligung, sofern die Bewirtung im Haushalt der Gastgeber erfolgt (Bed and Breakfast). Dies dürfte für bis zu zehn Personen möglich sein."
Da haben wir also doch fast alles wie ursprünglich gewünscht, nur einige Plätze weniger. Wir brauchen nun keine Gastgewerbebewilligung, die Feuerpolizei macht keine Auflagen, nur die Selbstkontroll-Dokumentation für den Lebensmittelchemiker ist nötig. Aber die ist schon fast fertig und eilt nicht.
Ich bin zufrieden.

21. September 2010
Gestern wurde der Kaufvertrag von den Käufern unterzeichnet. Aber können wir jetzt loslassen? Nein, die Verkäufer waren nicht alle anwesend. d.h. es dauert noch, bis wir endlich den Schlüssel kriegen...

30. September 2010
Heute ist der Schlüssel bei uns eingetroffen! Jetzt können wir endlich loslegen....

6. Oktober 2010
Über das Wochende waren Regula und ich für 4 Tage in der Pilgerherberge. Zuerst hängte ich das Schild auf. TürschildWir haben dann geputzt, damit wir uns installieren konnten. Dann begann das grosse Räumen. Wir füllten Sack um Sack, Schachtel um Schachtel. Aber nicht unbesehen, die Herberge kann vieles noch verwenden.
Am Sonntag wanderten wir auf dem Jakobsweg von Brienzwiler nach Lungern und nahmen dort den Zug auf den Brünig. Mit der Dame der Brocki machten wir  ab, dass der Grümpel-Sepp am Montag noch Brauchbares abholen soll. Dann wanderten wir nach Brienzwiler zurück, auf dem untern, Nicht-Jakobsweg. Er ist kürzer, aber steinschlaggefärdet.
Am Montagvormittag kam der Elektriker. Er fand die Einrichtungen in Ordnung, was uns sehr beruhigte.
Nachmittags fuhr ich mit unserm kleinen Corsa mit Altmetall, Glas, Haushaltsmüll und Grünzeug aus dem Garten in die Kehrichtverwertung Brienz. Erstaunlich, was so alles in einen Kleinwagen passt.
Abends kam der Grümpel-Sepp das erste Mal und nahm vieles mit.
Auch Dienstag war Sichten und Räumen angesagt, dazu zerlegte ich die vier nicht benötigten Schränke.
Vor dem Mittag kam der Architekt Peter Raess mit Gattin Liselotte und Enkel. Peter beriet uns, was alles ersetzt werden müsse (Fenster), wo Türen einzubauen seien (fehlen z. T.) und wie die Treppe unfallsicher gemacht werden müsse. Wir sind dankbar für seine selbstlose Hilfe.
Nachmittags wieder räumen. Wir riefen den Grümpel-Sepp nochmals an - er hatte einiges vergessen, zudem fanden wir inzwischen noch weitere für ihn vielleicht interessante Dinge. Schlussendlich brachte uns der Verkauf Fr. 400.- ein, dazu sparen wir den Abtransport und die Entsorgungsgebüren. Nicht schlecht.

8. Oktober 2010
Unser Verein kriegt Verstärkung: Peter Wyser hat sich bereit erklärt, u.a. die Gestaltung des Pilgerstempels und der Flyer zu übernehmen.
Schon fragten uns nämlich mehrere vorbeiziehende Pilger nach einem Stempel, wenn wir gerade die Tür offen hatten..
Auch brauchen wir kleine Kärtchen mit unserer Adresse, Lage usw., die an vor uns liegenden Herbergen und Touristbüros aufgelegt werden sollen.
Weiter stelle ich mit Freude fest, dass das Gästebuch rege benutzt wird.

14. Oktober 2010
Am Montag fuhren Regula und ich mit unserm Freund Elko nach Brienzwiler. Hugo und Theres kamen mit ihrem Auto samt Anhänger. Dann ging das grosse Räumen los. Nach mehreren Fahrten zur Entsorgungsstelle waren rund 3 Tonnen weg und das Haus ziemlich leerer geworden. 
Hie als Beispiel ein kleines Zweierzimmer vorher und nachher:

Parallel zum Räumen kamen Männer, einer nach dem andern, um Offerten zu erstellen, Offerten für Fenster, Bodenbeläge, Schreinerarbeiten, Sanitärsachen. Wenn's nur nicht zu teuer wird. Wir machen ja schon selber, was wir können. Aber in einem krummen Haus Fenster einbauen oder Bodenbeläge verlegen, das traut sich keiner von uns zu. Immerhin war der Kaminfeger mit der Feuerung zufrieden.

19. Oktober 2010
Die Heinzelweibchen Theres und Regula nähen Kissen für die Pilger. Sie machen aus einem grössern Kissen zwei, halbieren so den Preis pro Kissen. Irgendwie genial. Schade geht das nicht auch für Betten oder Fenster!
Regu und ThereseDie Näherinnen

25. Oktober 2010
Am vergangenen Freitag wirken Marianne und Eri mit uns zusammen, Gertrud und Elko kommen später auch noch dazu. Der Eingangsraum ist das Hauptziel von uns Männern, er wird von den unrettbaren Wand- und Deckbelägen befreit.

Vorraum vorher und nachher:
Vorraum vorherVorraum nachher

Die Frauen putzen, messen für Vorhänge aus, planen die Farbgebung - und besuchen den Chocolatier des Freilichtmuseums Ballenberg, der nur 10 Minuten von uns entfernt sein Geschäft betreibt. Sie bringen auch einiges zurück...
Da wir ja keine Zentralheizung haben, stelle ich beim Weggehen das Wasser ab, entleere die Leitungen und versetze die Siphons mit Frostschutz.

9. November 2010
Nun sind die Offerten für Fenster, Böden, Sanitär und Schreiner gesichtet und die Aufträge vergeben. Es dürfte Februar oder gar März werden, bis alles ausgeführt ist.
Uns bleibt schon auch noch zu tun: malen und renovieren.  Am 11. November werden wir zusammen mit Freunden für einige Tage zu Malern werden.
Letzten Freitag versandten wir Gesuche an kirchliche Organisationen und Schwestervereine, um Unterstützungsgelder für unser Projekt zu erhalten.

17. November 2010
Drei Zimmer plus die Küche sind gemalt, mit Hilfe von fünf Freunden in fünf Tagen geschaft. Langsam macht das Haus einen einladenden Eindruck. Danke Euch Lieben - Theres, Trudi, Hugo, Elko und Max!

Max beim Malen Max in der Küche, voll konzentriert

Wir planen bereits die Einweihungsfeier. Sie findet wohl im Mai 2011 in Brienzwiler statt, einige Wochen nach der Eröffnung der Herberge.

21. November 2010
So, nun ist ein weiterer Schritt getan: das Gastgewerbegesuch ist eingereicht. Unsere Selbstdokumentation bezüglich Hygiene ist offenbar für des Kantonale Laboratorium akzeptabel. Falls alles klappt, werden wir also ganz offiziell Abendessen anbieten dürfen, nicht nur Morgenessen. Das war nämlich bis jetzt nicht klar.

22. November 2010
Eben erhielten wir die Meldung von der Postfinance, dass liebe Freunde einen sehr grossen Betrag gespendet haben. Er reicht locker für die restlichen Betten und für noch etwas mehr! Wie schön, dass nicht nur PilgerInnen unser Projekt unterstützen, sondern auch ganz normale Menschen.

2. Dezember 2010
Welche Überraschung: unangekündigt trafen über 400 Fr. ein von der Kirchgemeinde Andelfingen. Dort spendeten die Senioren nach einem Vortrag von Jakobspilgern - und wir waren die Begünstigten! Zur Nachahmung empfohlen...
Die Abstimmung über die Stempel zeigt eine Tendenz zu Stempel A. Wem das nicht gefällt - bitte abstimmen! Ich bin immer noch für Stempel C, er fällt auf witzige Art aus dem Rahmen.

13. Dezember 2010
In den letzten Tagen trafen gute Nachrichten ein: die Pilgerherbergsvereine Rapperswil und St.Gallen, aber auch die Kirchgemeinde Brienz werden uns finanziell unterstützen, und das über alle unsere Erwartungen.
Am Donnerstag fuhren wir mit Hans-Georg zur Herberge.
In der Brocki Brienz finden wir 6 Stühle und eine Bank, eine Brienzwilerin bringt uns Geschirr.
Freitag und Samstag waren zum Fertigmalen vorgesehen. Abends speisten wir mit unserer Nachbarin Beatrice. Sie ist sehr nett und wir hörten viel über Brienzwiler (die Einheimischen sagen nur "Wiler"!).
Am Sonntag besuchten wir den Gottesdienst und lernten den zuständigen Pfarrer kennen. Die Einweihungsfeier soll ja in seiner Kirche stattfinden, am 4. Juni.
Die Stempel-Umfrage zeigt, dass die meisten bis jetzt den Stempel mit den dampfenden Schuhen bevorzugen. Die Kommentare und Anregungen sind lesenswert! Ich habe nun zwei Anregungen dazu kombiniert:
StempelF
Was meint wohl unser Hofgrafiker Peter dazu?
Um noch etwas mehr Farbe in unsere Homepage zu bringen, habe ich eine kleine Bildergalerie ins Web gestellt. Guck dir das doch einmal an.

21. Dezember
Finanziell läuft alles recht gut. Die Amis du Chemin de Saint-Jacques unterstützen uns mächtig, zudem hat der Lotteriefonds des Kantons Bern einen namhaften Beitrag an die Umbaukosten zugesagt. Und nicht zuletzt wird uns die Reformierte Kirchgemeinde Brienz einen ganz schönen Batzen zukommenlassen. Sobald die Gelder eingetrudelt sind, werde ich die Spender in die Donatorenliste aufnehmen.
Im Moment werke ich an einer Homepage für Mobiles herum. Da ich (noch) keines besitze, ist es zum Teil eine Arbeit im Dunkeln. Wer ein internetfähiges Handy besitzt und mir helfen will, möge doch den Link http://www.herberge-brienzwiler.ch/handheld.html eintippen und mir sein Kritik/Wünsche mailen. Danke.

31. Dezember 2010
Gestern kamen wir von einem 5-Tage-Aufenthalt in der Herberge zurück. Es war eine intensive Zeit: in 3 Zimmern die kaputten Bodenbeläge herausreissen und entsorgen, rohe Holzwände grundieren, Stühle aus der Brocki Brienz (vaut le détour!) renovieren, aber ganz vor allem die Duschen planen, die zusätzlich nötig sind. Einfach war das nicht, aber zusammen mit Bruder Jörg, unserm Architekten Peter Raess, Sanitär Roland, Zimmermannn Dani und Bodenleger Dres haben wir nun eine einfache Lösung, die unser Budget hoffentlich verkraften kann. Genaueres wissen wir, wenn die Offerten eingetroffen sind.
Gestern reservierten die ersten Pilger - und erst noch aus Griechenland! Wir sind offenbar bereits weitherum bekannt, das zeigen auch die Kommentare zur Stempelabstimmung.
Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!

7. Januar 2011
Gestern kamen Regula und ich für einige Tage in Brienzwiler an. Das Haus war eiskalt, aber der Holzofen half da schnell ab. Zum Abendessen nach Brienz, Pizza war angesagt.
Heute Vormittag schliff Regula die Wände des Empfangsraums und wir machten weiter mit der Renovation der 6 Brocki-Stühle. Mittags kam Daniel der Schreiner und wollte die geplanten Duschen im Keller bauen: graben, Mauern unterfüttern etc. Mir war das zu kompliziert (und zu teuer), wir möchten die Duschen dort, wo die Pilger wohnen, nicht zwei Stockwercke tiefer mit einem Weg über die Ausssentreppe. Später kam der Sanitär Roli dazu und fand Daniels Plan eine Schnapsidee. Nach längerem Hin und Her einigten wir uns darauf: die Duschen werden gleich neben die Pilgerschlafräume gebaut, aber eines unserer zwei Kamine wird dafür geopfert werden müssen, aus Platzgründen. Und wir verlieren den Stauraum, für den ich mich bis jetzt eingesetzt habe. Bruder Jörg ist einverstanden - am Montag werden Daniel und ich das Kamin abbauen. Mein erster Kaminabbruch - aber in letzter Zeit war für mich vieles ein Erstes. Doch zuvor muss morgen noch die Decke im Empfangsraum weiss lasiert werden.
Es ist 21 Uhr, Regula strickt das Taufejäcklein für Enkelin Helena in Georgien.  Bald ist Bettruhe.

11. Januar 2011
Wir sind noch immer in Brienzwiler. Gestern mit Dani das Kamin abgebaut. Dabei die grosse Überraschung: bisher dachten wir, der Dachboden sei unzugänglich und vermutlich leer. Ist er nicht: vom Dach her sahen wir, dass die ganze Hauslänge und -Breite voller Gerümpel ist (Schlitten, kaputte Stühle, ein Sack voll Rosshaar u.v.a.m.) Die Briefe, die wir fanden, waren an den Vorgänger des vorherigen Besitzers gerichtet, an den dorfbekannten Coiffeur.  Der Aufstieg zum Dachboden geht vom Nordzimmer aus. Wir hatten das nicht bemerkt, die Lucke war völlig professionell versteckt.
Heute selber Löcher ins Kamin, in den Boden und in eine Kellerwand gebohrt und gemeisselt (Durchleitungen für Wasser und Abwasser der Duschen). Das ist eigentlich nichts für Lehrerhände, die ans Kreidehalten gewöhnt sind und nicht an Bohrschlaghämmer. Gegen Abend musste ich noch Daniel helfen beim Duschwände einbauen. Regula verpflegte uns, machte hinter mir her sauber (eigentlich nichts Neues...) und renovierte ein Kästchen.
Wenn ich gewusst hätte, was aus diesem Journal wird, hätte ich gleich von Anfang an einen richtigen Blogg eingerichtet. Aber das lohnt sich jetzt auch nicht mehr.
In Bälde werde ich einen Link auf der Navigation links unter dem Titel "Galerie" oder "Bilder" einrichten. Da könnt ihr dann die Veränderungen verfolgen.
Wir suchen noch Betreuerinnen /Hospitaleras. Juli und August sind gut abgedeckt, aber Mai, Juni, September und Oktober noch nicht so sehr. Bitte Werbung machen!


14. Januar 2011
Heute konnten wir endlich das Datum für die Einweihungsfeier festlegen: 20. August. Eine Einladung an alle Mitglieder, Mittäter beim Umbau , Sponsoren und andere zugewandte Orte wird folgen.
In der Navigation befindet sich neu der Link 'Bildergalerie'. So könnt ihr ab und zu den Fortschritt miterleben.
Die Dusche ist vom Schreiner vorbereitet, der Sanitär kann als nächster kommen. Das wird eine sehr schöne Dusche, nach Offerte wohl etwas teuer...
Und Freude herrscht - Peter Wyser hat einen Kassier gefunden! Der Verein wächst also, wenn auch etwas langsam. Wir brauchen noch mehr Mitglieder, damit der Verein tragfähig wird. Die Betreuung im nächsten Sommer ist fast ganz organisiert, nur noch 5 Wochen sind zu vergeben.


2. Februar 2011
Als Regula, Bruder Jörg und ich gestern in Wyler ankamen, waren die Fenster fertig eingebaut und bereits der Bodenleger in voller Aktion. Das Hospitalera-Zimmer ist jetzt bis auf eine noch nötige Steckdose fertig, Regu und ich schlafen dort.
Heute wird Frau Bhend von der Jungfrau-Zeitung uns interviewen. Ich bin gespannt. Es ist dies die zweite Reaktion auf meine Pressemitteilung. Die erste findest du hier.
Peter Wyser mailt, dass er seinen Priester überzeugen konnte, für die Herberge das Messeopfer/die Kollekte vom letzten Wochenende zu spenden. Resultat: Fr. 1200. Toll - Nachahmung erwünscht...

21. Januar 2011
So, die Stempelabstimmung ist beendet. Der Sieger ist der mit den Schuhen, er wird aber auf Grund verschiedener Vorschläge noch leicht abgeändert: die Lage in den Alpen wird durch Berge angedeutet, der Bezug zum Jakobsweg durch eine Muschel. Peter Wyser hat die Herstellung in die Hand genommen.

Stempel PH Brienzwiler

4. Februar 2011
Wir sind zurück in Ipsach. Heute sah ich das Resultat des Interviews mit B. Bhend.  Hier ist der Link dazu:
http://www.jungfrauzeitung.ch/artikel/109168/
Ich finde, Frau Bhend hat die Sache sehr gut dargestellt, mir gefällt der Artikel.

13. Februar 2011
Letzte Woche erhielten wir ein neues prominentes Mitglied: die Kirchgemeinde Brienz. Das freut mich nun wirklich ausserordentlich, haben sie uns doch auch finanziell stark unter die Arme gegriffen.
In der PH geht es vorwärts. Daniel der Schreiner ist mit den Duschen fertig, jetzt kommen die Wände dran. Das macht der Bodenleger, genauso wie er die Böden in der Küche und im Eingangsraum noch einbauen wird.
Für die Duschen ist ein Zusatzboiler bestellt, aus ökologischen Gründen ein Wärmetauscherboiler. Boiler und Duschen zwingen uns, erneut nach Geld zu suchen. Ideen erwünscht, nur nicht schüchtern sein...
Am Brienzersee blühen schon die Leberblümchen, dieses Jahr sehr früh.

4. März 2011
Es ist fast soweit, dass alle Handwerker fertig sind. Nur noch wenige Sanitärarbeiten sind nötig. Ich bin gespannt, wie stark das Budget überzogen wird. Gewisse Handwerker nehmen immer das Teuerste, sie meinen wohl, das sei auch das Beste. Dass man sich da täuschen kann, wissen alle, die gelegentlich den Kasssensturz anschauen.
Nächsten Dienstag werden wir die Betten holen und aufstellen. Es geht schnell dem Endspurt entgegen: wenn die Betten aufgestellt sind, können Ablageflächen und Kleiderhaken montiert werden, der Eingangsraum wird mit einem Schuhgestell und Kleiderhaken ausgerüstet, Bruder Jörg wird die beiden Schränke, die er selber restauriert bzw. gebaut hat, installieren. Sobald der Schreiner sein Karpaltunnelsyndrom auskuriert hat, wird er die Esstische und -bänke liefern.
Die ersten Pilger sind schon unterwegs, Petra aus München hat bei uns einen Tee getrunken und das Internet benutzt, musste aber natürlich eine andere Übernachtung suchen.
Ich hoffe, dass ich nächstes Mal einige aktuelle Fotos einbauen kann.

16. März 2011
Bernhard Scheidegger, unser Dirigent im Chor Ipsach, hat freundlicherweise das Lied "Ultreïa" 4-stimmig gesetzt. Danke, Bernhard!
Die schweizerdeutsche Fassung der drei ersten Strophen von Bernhard Frischknecht habe ich etwas angepasst: näher dem Original und um Strophen 4 und 5 ergänzt. An der Einweihungsfeier am 28.8.2011 in Brienzwiler würde ich das Lied gerne in dieser neuen Fassung zweisprachig singen lassen.
Wer sich für die Noten interessiert, bitte schön:
ultreia-schweizerdeutsch.pdf
ultreia-fran.pdf 
(Natürlich ist die schweizerdeutsche Fassung weder Berndeutsch noch Ostschweizerdeutsch, sondern eine Art Universalschweizerdeutsch.)

1. April 2011
Betten, Dusche, Küchenkorpus, Esstische und -bänke - alles ist da und bereit, benutzt zu werden.
Dank Hugo, Elko und Max aus dem Aargau waren die Betten rasch geholt und aufgestellt. Mit ihrem Blau bzw. Orange sehen sie (die Betten) sehr einladend aus.
Bruder Jörg hat die von ihm revidierten Küchenschränke eingebaut. Den Schrank im obern Stock, auch von ihm, hat er ebenfalls montiert.
Hansruedi der Schreiner hat Tische, Bänke und den Küchenkorpus geliefert, alles sehr schön gearbeitet. So langsam ist das Haus seinem Zweck entsprechend eingerichtet. .
Die erste Vorstandssitzung fand dienstags in der Herberge statt. Peter brachte wieder einen Haufen nützlicher Sachen, allem voran eine Kaffeemaschine.
Trudi und der andere Max haben am Mittwoch gewirkt. Max wollte unbedingt noch die Küchentüre streichen.
Gestern kam Susanne aus Meiringen zu Besuch. Sie übernimmt gleich alle drei noch nicht verteilten Hütewochen! Nun ist die Betreuung für dieses Jahr gesichert.
Ja, alles ist bereit. Noch einige Haken anschrauben, zwei Tische lackieren, noch dies und das und jenes erledigen, dann können sie kommen, die Pilger. Aber ob sie auch kommen?

19. April 2011
Die Herberge ist bereit. Die letzten Haken montiert, die Betten bezogen, die Vorhänge aufgehängt. Wir sind bereit.
Bereits am letzten Samstag durften wir die zwei ersten Gäste beherbergen: Martina und Robert aus dem Allgäu. Wenn alle unsere Gäste so nett sind wie diese beiden, dann wird die Hüterei ein Zuckerlecken! Ihr Bild findest du in der Galerie.
Ebenfalls am Samstag kamen Max und Ursula mit einem Anhänger voll Sachen zum Auslesen. So konnten wir die Einrichtung gäbig vervollständigen. Max montierte auch Lampen, wovor ich mich gerne drücke.
Unser Verein ist jetzt Mitglied im Tourismusverein Brienzwiler. Irgendwie gehört die Pilgerherberge damit schon zum Dorf, ist kein Fremdkörper.
Dies wird der letzte Eintrag in diesem Journal. Mit der Eröffnung unserer Herberge werde ich auch die neue Homepage aufschalten, dank meinem Berufskollegen Rolf erst noch zweisprachig, zukünftig sogar dreisprachig. Die neue Homepage wird aber kein Journal mehr enthalten, höchstens Meldungen unter "Aktuelles" oder so.




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